Elektromagnetische Verträglichkeit ELiBsys - LOGO

iStock_000006213062MediumKraftwerke, Umspannwerke, Stationen und Freileitungen sowie elektrische Anlagen in Industrieanlagen und Gebäuden verursachen während ihres Normal- und Fehlerbetriebes elektromagnetische Felder, die auf das vor Ort tätige Betriebspersonal sowie auf Personen in benachbarten öffentlichen Bereichen einwirken. Um den Arbeitsschutz für das Betriebspersonal (DGUV Vorschrift 15) sowie den Schutz der Allgemeinheit und Nachbarschaft vor unzulässigen gesundheitsschädlichen Einwirkungen durch elektrische und magnetische Felder (26. BImSchV) zu sichern, ist die Einhaltung höchstzulässiger Grenzwerte zu prüfen.

Forderungen der DGUV Vorschrift 15
Gemäß §4 der DGUV Vorschrift 15 muss der Unternehmer sicherstellen, dass die zulässigen Werte in Anlage 1 der DGUV Vorschrift 15  in Expositionsbereichen nicht überschritten werden. Dazu muss er:

  • die Expositionsbereiche festlegen,
  • die auftretenden elektromagnetischen Feldbelastungen ermitteln und
  • die Beurteilung einer Exposition durch Vergleich mit den zulässigen Werten vornehmen.

Werden in festgelegten Expositionsbereichen die jeweils zulässigen Werte überschritten, so ist der  Unternehmer dazu  angehalten umgehend Maßnahmen anzuwenden, die verhindern, dass unzulässige Expositionen auftreten. Darüber hinaus ist der Unternehmer verpflichtet nach Änderungen von Geräten und Anlagen, die immissionsrelevant sein können, eine erneute Beurteilung durchzuführen.

Forderungen der 26. BImSchV
Gemäß §3 der 26. BImSchV sind zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen Niederfrequenzanlagen so zu errichten und zu betreiben, dass sie bei höchster betrieblicher Anlagenauslastung in ihrem Einwirkungsbereich an Orten, die zum nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, die im Anhang 1a der 26. BImSchV genannten oberen Grenzwerte der elektrischen Feldstärke und der magnetischen Flussdichte nicht überschreiten.

Gemäß §4 in der 26. BImSchV muss zum Zwecke der Vorsorge bei der Errichtung einer Niederfrequenzanlage in der Nähe von Wohnungen, Kindergärten, Schulen oder ähnlichen Einrichtungen, die Einhaltung der Grenzwerte für die elektrische Feldstärke und die magnetischen Flussdichte in diesen Gebäuden oder auf diesen Grundstücken gewährleistet sein.

Bei Errichtung von Niederfrequenzanlagen sind die Möglichkeiten, gemäß 26. BImSchVVwV auszuschöpfen, die von der jeweiligen Anlage ausgehenden elektromagnetischen Felder durch Maßnahmen nach dem Stand der Technik unter Berücksichtigung von örtlichen Gegebenheiten im Einwirkungsbereich zu minimieren.

Im Rahmen von Gutachten bzw. Untersuchungen bieten wir Ihnen die rechnerische Überprüfung bzw. den Nachweis der Einhaltung der Grenzwerte elektromagnetischer Feldimmissionen elektrischer Niederfrequenzanlagen an. Die dazu notwendigen Berechnungen und Felddarstellungen erfolgen mit der Software Copperfield® (Software zur 3-dimensionalen Berechnung & Sanierung niederfrequenter, elektrischer Felder von elektrischen Anlagen).

 

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Beispiele für rechnerische 3D-Simulationsmodelle von Freiluft- und Innenraum-Umspannwerken, Copperfield®